Der Tag des Fisches

Es könnte der Anfang eines Romans sein: Stillvergnügt stand sie auf dem Gehweg, in ihrer Hand lag der leise tröpfelnde Fisch …

Kleine, sympathisch dreinblickende Sardellen. Ein ganzer Schwarm liegt hinter Glas in einem Bett aus Eis, aber ich benötige nur eine einzige. Erklärend füge ich hinzu, ich wolle sie zeichnen. Die Verkäuferin stutzt zunächst, dann lächelt sie und drückt mir ein feuchtes Fischlein in die bloße Hand.

Stillvergnügt …

Dem Zeichnen des Fisches folgten Druckexperimente. Das Beitragsbild zeigt einen Abdruck in Aquarell.

Möge die Nacht mit dir sein

Es ist schon spät, im Radio senden sie einen Bericht über die Premiere des neuen Star Wars Films.

Ich blicke durchs Fenster ins Dunkle und mein Hirn beginnt, die einprägsamen Sätze von Jedi und Co. ungeniert umzugestalten. Verbale Macht- und Nachtspiele sozusagen. Sie führen mich in humorvolle, philosophische und poetische Gefilde.

Die Nacht ist mit mir und mit ihr ein schwammgetupftes tiefes Blau.

Karte – "Die dunkle Seite der Nacht."

Karte – „Die dunkle Seite der Nacht.“
148 x 105 mm
Karton 265 g/m
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Motivseite glänzend, UV-Lack beschichtet

Beifang: Mein erstes Gyotaku

Bei der Lektüre eines Romans ging mir der Begriff Gyotaku ins Netz.

„Gyo“ bedeute soviel wie „Fisch“ und „taku“ soviel wie „abreiben“. Es handelt sich um eine alte japanische Technik, die vor etwa 300 Jahren entwickelt wurde. Man färbt einen Fisch mit Tusche ein und reibt dann ein Reispapier darüber. Fischer habe so ihre einzigartigen Rekordfänge dokumentiert.

Einzigartige Rekordfänge? Da gibt es doch diesen berühmten „Stäbchenfisch“ …

Gyotaku eines Fischstäbchens, 22 x 25 cm
Arches® Bütten, 300 g/m
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