Plusterdicke Winterlinge

Reihen haben immer ihren Reiz, zumal wenn die Porträtierten mit Niedlichkeit punkten: Glänzende, runde Augen und dazu diese absurd dünnen Beinchen!

Ihr anrührendes, manchmal keckes Aussehen macht es jedoch schwer, ihnen Individualität einzuhauchen, ohne sie zu überzeichnen. Sei´´ s drum.

Apropos niedlich: Wenn Kohlmeisen im Winter hungrig sind, das Nahrungangebot aber mau ist, machen manche Meisen Jagd auf schlafende Fledermäuse. Die Meisen holen die Fledermäuse in deren Höhlen von der Decke und fressen deren nahrhaftes Gehirn sowie deren Muskelfleisch. Näheres finden sie hier.

Hier eine Auswahl der Gäste am veganen Balkon-Buffet:

Rotkehlchen

Stieglitz / Distelfink

Kleiber

Blaumeise

Rotkehlchen

Stieglitz / Distelfink

Kleiber

Blaumeise

Sie falten keine Zitronen …

Ich schwärme für Zitronenfalter, sie sind für mich die saftigsten Frühlingsboten.

Dieses Jahr sah ich den ersten Zitronenfalter am 5. März – demselben Tag wie im letzten Jahr. Ihr englischer Name klingt übrigens nicht ganz so erfrischend. Er lautet brimstone butterfly, also „Schwefelschmetterling“.

Bei der Darstellung von Schmetterlingen böte sich eigentlich Aquarellfarbe als Material an, bringt sie doch das Ephemere, Leichte und Luftige gleich mit. Aber da die Druckplatte vom letzten Monotypie-Projekt noch herumlag, dachte ich mir, warum es nicht mit schmalziger, schwerer Acrylfarbe probieren. Gesagt, getan, eine schnelle Nummer.

Monotypie – "Sie falten keine Zitronen"

„Sie falten keine Zitronen“ – Monotypie
Acryl / Farbstift
Fabriano®, 220 g/m2
50 x 40 c
m

Uhuhuhu

Manchmal drückt der Blick eines Tieres bereits in der ersten Skizze genau das aus, was man im Sinn hatte …

Bei der diesjährigen Weihnachtkarte verzichtete ich daher auf eine Reinzeichnung und der Uhu flatterte direkt vom Skizzenbuch in den Druck.

Wie immer käuflich: Diese Karte erhalten Sie in der Museumsbuchhandlung Walther König im Neuen Museum Nürnberg oder direkt bei mir.

Karte – "Uhuhuhu"

Karte – „Uhuhuhu“
105 x 148 mm
Karton 265 g/m
2
Motivseite glänzend, UV-Lack beschicht
et

Meins!

Ja, wissen wir: Alles deins – egal ob Fischbrötchen oder Kekse.

Nach einigen eher unberechenbaren Monotypien in Acryl habe ich mich mit dieser Möwe den Gouachefarben zugewendet. Sozusagen als Kontrastprogramm, da man mit diesen Farben unendlich kontrolliert arbeiten kann. Aber will ich das eigentlich?

Bei der „Silbermöwe in Blau“ hatte ich einen klaren, sonnigen Tag im Sinn, der im Auge der Möwe eine Verschattung bewirkt. Eine Verschattung, die ich bei Möwen besonders auffällig finde.

Guache – "Silbermöwe in Blau"

Sie können die Bilder anklicken, um eine größere Ansicht zu erhalten.

Guache – "Silbermöwe in Blau"

„Silbermöwe in Blau“
Gouache / Farbstift

Arches® Bütten, 300 g/m2
50 x 40 cm

Pigtoresk

Dieses Jahr habe ich zum sechsten Mal in Folge eine Weihnachtskarte drucken lassen. Allerdings erreichten mich die ersten „Beschwerden“ umgehend: Die Karte sei toll gezeichnet, aber das Motiv? Muss das sein?

Nein, es muss natürlich nicht sein, ich könnte auch knuffigen Kätzchen Weihnachtsmützen aufsetzen …

Erfreulicherweise zögerte das Team der Buchhandlung Walther König im Neuen Museum in Nürnberg keine Sekunde mit seiner Entscheidung, die Karte in ihr Angebot aufzunehmen. Herzlichen Dank – ich weiß es zu schätzen!

Wie immer können Sie alle Karten auch direkt bei mir bestellen.

Karte – "Schweihnachten"

Karte – „Schweihnachten“
148 x 105 mm
Karton 265 g/m
2
Motivseite glänzend, UV-Lack beschicht
et

Ungeheuerlich

Mein derzeitiger Lieblingsfisch im Tiergarten Nürnberg ist ein kleiner Warzen-Anglerfisch. Wie mir ein Tierpfleger erzählte, tarne er sich im Jungfischalter als giftige Nacktschnecke – manche Tiere behielten dieses Aussehen sogar ihr Leben lang bei.

Sprachlich unwiderstehlich ist seine Jagdmethode: Sie nennt sich „Saugschnappen“. Dieser Fisch reißt sein Maul derart schnell auf, dass ein Unterdruck entsteht und die Beute hineingesaugt wird. Ein Schauspiel, welches sich vor Ort gut beobachten lässt.

Die Farben dieses Fisches – zeichnerisch noch gut umzusetzen – wiesen den Scanner in seine Grenzen. Ein fast fluoreszierendes, weißliches Gelb und ein Purpurlila bilden einen Komplementärkontrast vom Feinsten. Zudem wurden die im Schatten liegenden Partien des Fisches blau untermalt.

Zeichnung – "Ungeheuerlich?", ein Warzenanglerfisch
Zeichnung – "Ungeheuerlich?", ein Warzenanglerfisch

„Ungeheuerlich“ – Warzen-Anglerfisch
Aquarell / Farbstift

Arches® Bütten, 300 g/m2
40 x 30 cm

Flüchtige Ahnung

Kann einer GANS Böses SCHWANEN?

Die diesjährige Weihnachtskarte ist nun am Start und wie immer käuflich. Sie finden sie in der Buchhandlung Walther König im Neuen Museum in Nürnberg – neben vielen verführerischen Büchern.

Es ist draußen zu ungemütlich? Wie immer können Sie alle Karten auch direkt bei mir bestellen.

Und: Falls Sie mich im Tiergarten Nürnberg beim Zeichnen antreffen, dürfen Sie mich auch gerne persönlich ansprechen …

Karte – "Flüchtige Ahnung"

Karte – „Flüchtige Ahnung“
148 x 105 mm
Karton 265 g/m
2
Motivseite glänzend, UV-Lack beschicht
et

Emu oder Emuline?

Optisch sind die beiden Emus im Tiergarten Nürnberg kaum auseinanderzuhalten. Anfangs dachte ich, die Henne an ihrem wachen Blick erkennen zu können, aber mittlerweile bin ich mir da nicht mehr so sicher …

À propos: Haben Sie schon einmal vom „Great Emu War“ gehört?

Zeichnung – Emu

„Emu“ – Tiergarten Nürnberg
Aquarell / Farbstift

Aquarellpapier, 200 g/m2
29 x 21 cm

Weihnachtsgekrakel

Tentakelfeucht, frisch aus dem Druck – die Weihnachtskarte 2022.

Die Kugel, die Kugel – seufz! Schimmern sollte sie, nicht glänzen.
Erst eine feine Lavur brachte den gewünschten Effekt: Die Oberseite der Kugel leuchtet in einem warmen Tomatenton, die verschattete Unterseite dämmert in kaltem Krapplack.

Krapplack ist ein Klassiker unter den Pigmenten und wird seit über 3000 Jahren für die Herstellung von Farben verwendet. Ursprünglich wurde es aus der Wurzel des Färberkrapps gewonnen, bevor es seit 1869 synthetisch hergestellt werden konnte.

Wie immer käuflich: Die Karte erhalten Sie in der Museumsbuchhandlung Walther König im Neuen Museum Nürnberg oder direkt bei mir.

Karte – "Weihnachtsgekrakel"

Karte – „Weihnachtsgekrakel“
105 x 148 mm
Karton 265 g/m
2
Motivseite glänzend, UV-Lack beschicht
et

Schräge Vögel

Wenn ich Vögel zeichne, bediene ich mich ab und zu eines einfachen, aber wirkungsvollen Tricks. Diesen könnte man als Mona-Lisa-Effekt bezeichnen: Der Mundwinkel des Tieres zeigt weder eindeutig nach oben noch eindeutig nach unten. Die dadurch entstehende Doppeldeutigkeit, unterstreicht den Eindruck des „schrägen Vogels“.

Bei dem hier gezeigten Vogel handelt es sich um einen Waldrapp, eine Vogelart, die bis Mitte des 17. Jahrhunderts bei uns in Europa heimisch war. Mittlerweile versucht man diese Tiere mit aufwändigen Programmen wieder anzusiedeln. Dies ist besonders herausfordernd, da es sich um Zugvögel handelt, die ihr Zugvogelverhalten erst wieder erlernen müssen. Mehr erfahren Sie hier.