Skizze – Kormoran

In Pose pausieren

Der britische Ornithologe Thomas Bewick (1753-1828) schrieb einst, der Kormoran sei ein unerbittlicher Tyrann und unersättlicher Vielfraß, faul nur dann, wenn der Appetit gestillt sei, um dann dazusitzen und stinkende Dämpfe eines voll gefressenen Magens auszustoßen …

Hört man hier etwa Anklänge einer anthropozentrischen Weltsicht?

Im Kormoran steckt übrigens auch ein bisschen Rabe, zumindest linguistisch. Sein deutscher Name entstammt dem altfranzösischen „corp mareng“ und dem lateinischen „corvus marinus“. Beides lässt sich mit „Meerrabe“ oder „Wasserrabe“ übersetzen.

Dieses Exemplar posierte in der Morgensonne am Canal de la Martiniére westlich von Nantes. Von stinkenden Dämpfen keine Spur.